Green economy – multiple use of forest: Projektpartner aus Schweden, Finnland und Portugal zu Besuch im „Mëllerdall”

10/05/2019

Im Rahmen des transnationalen LEADER-Projektes „Green economy – multiple use of forest“ fand am 7. und 8. Mai 2019 die „Green economy conference“ in der Region Mëllerdall statt. Es war das Zweite in einer Reihe von europäischen Treffen, bei denen LEADER-Gruppen aus Finnland, Portugal, Schweden und Luxemburg ihre Erfahrungen, Meinungen und Ideen in den Bereichen Multifunktionalität der Wälder, grüne Wirtschaft und Klima austauschen. Nach der ersten Begegnung in Schweden im November 2018 war es nun an der Reihe des Natur- & Geopark Mëllerdall die Projektpartner in die Region Mëllerdall einzuladen. Insgesamt 44 Gäste aus den Partnerregionen waren der Einladung gefolgt.

Der Auftakt erfolgte in der eindrucksvollen Kulisse des Amphitheaters „Breechkaul“ in Berdorf mit einer Begrüßung durch Romain Schneider, Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, sowie Bürgermeister Joe Nilles. Es folgte eine Reihe kurzer Vorträge bei denen die Projektpartner sich und ihre Arbeitsfelder präsentierten. Sandra Bertholet, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Region Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz referierte zum Thema Wandern. Sie griff dabei u.a. die Besucherlenkung und damit verbundene Konfliktpotenziale auf. Anschließend sah man sich gemeinsam den Waldfriedhof in Berdorf an.

Nach dem Mittagessen mit regionalen Produkten wurden zwei Exkursionen angeboten. Erstere hatte die Schwerpunkte Natur- und Hochwasserschutz sowie Bauen mit nachhaltigen Materialien. Auf einer Fahrradtour durch das Natura 2000 Schutzgebiet „Kéidenger Brill“ erhielten die Gäste von den Experten vom Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung, vom Wasserwirtschaftsamt, der Natur- und Forstverwaltung und der Biologischen Station des Natur- & Geopark Mëllerdall Informationen zu den Themen Habitatverbesserung, ökologischer Hochwasserschutz und Management von Natura 2000 – Gebieten in Luxemburg. Danach ging es nach Angelsberg zum Besuch der Kindertagesstätte „ Bei de Kueben“. Dave Lefèvre vom Architektenbüro Coeba, architecture & urbanisme führte die Gruppe durch das Gebäude, welches sich durch seine Holz-Beton-Hybrid- Bauweise mit Strohballen als Dämmmaterial auszeichnet.

Die Teilnehmer der zweiten Exkursion erhielten bei der Führung durch das Tudor-Museum in Rosport einen kurzen Einblick in das Leben und Schaffen von Henri Tudor, dem Erfinder des Bleiakkumulators und Informationen zur Entwicklung der Elektrizität seit dem 19. Jahrhundert. Ein weiteres Highlight war der Besuch des dazugehörigen Makerspace. In Manternach wurde die Firma Annen plus besucht, deren neue Werkhalle in einem neuartigen Holztragsystem errichtet wurde. Die letzte Station war die „Bëschcrèche“ in Betzdorf.

Der zweite Tag der Konferenz begann mit einer Reihe von Vorträgen. Philippe Genot vom luxemburgischen Wood Cluster informierte über den nationalen Holzsektor. Anschließend stellte Natassja Mich, Klimawandelmanagerin im Natur- & Geopark Mëllerdall, das LIFE-IP-Projekt ZENAPA vor. Hubert de Schorlemer, Präsident der Vereinigung „Lëtzebuerger Privatbësch“ gab einen Einblick darüber wie das Thema Privatwald hierzulande gehandhabt wird. Der letzte Referent war Frank Wolter von der Natur- und Forstverwaltung.

Nachmittags stand die Forstwirtschaft im Vordergrund. Auf einem Rundweg durch den Marscherwald wurde an den einzelnen Stationen die verschiedenen Aspekte der Waldwirtschaft vorgestellt: von der Arbeit mit dem Seilkran und Ardennerpferden bis hin zu verschiedenen Firmen aus dem Holzsektor.

Mit einem gemeinsamen Abendessen am Echternacher See in Anwesenheit von Carole Dieschbourg, Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung und der Vorstellung der Gastgeber der nächsten Konferenz nämlich Portugal, lies man eine erfolgreiche und interessante Konferenz ausklingen.

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